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GEO: Neuer Pflichtkanal oder Hype? Ein ehrlicher Blick
Alle reden über Generative Engine Optimization. Was dran ist, was übertrieben wird und was ihr jetzt wirklich tun solltet.
SEO & GEO · 12.09.2026 · 7 Min. Lesezeit
Seit Menschen ChatGPT, Perplexity oder die KI-Übersichten bei Google nutzen, hat das Marketing ein neues Schlagwort: GEO, Generative Engine Optimization. Gemeint ist, dass KI-Assistenten euer Unternehmen kennen, nennen und empfehlen. Es gibt schon Agenturen, die eigene GEO-Pakete verkaufen. Wir bieten GEO selbst an und sehen das Thema trotzdem kritisch. Deshalb hier ein ehrlicher Blick.
Was an GEO dran ist
Die Grundidee stimmt: Ein Teil der Recherche verlagert sich in KI-Assistenten. Wer fragt „Welches Catering in Hamburg passt für eine Firmenfeier mit 80 Personen?“, bekommt eine fertige Antwort statt zehn blauer Links. Wenn ihr in dieser Antwort nicht vorkommt, findet die Entscheidung ohne euch statt.
Es ist also sinnvoll, sich damit zu beschäftigen. Die Frage ist nur: wie viel Aufwand, und wofür genau?
Wo der Hype übertreibt
Messbarkeit ist schwach. Für Google gibt es die Search Console, für Ads exakte Klickzahlen. Für KI-Assistenten gibt es nichts Vergleichbares. Antworten ändern sich je nach Formulierung, Verlauf und Zeitpunkt. Wer euch „Platz 1 in ChatGPT“ verspricht, verspricht etwas, das sich kaum seriös nachweisen lässt.
Vieles ist nicht neu. Klare Inhalte, korrekte Fakten, eine gute Seitenstruktur und Erwähnungen auf vertrauenswürdigen Seiten: Das war schon immer gutes SEO. Ein großer Teil von GEO ist alter Wein in neuen Schläuchen.
Angebliche Abkürzungen. Spezielle Dateien oder Tricks, die KI-Systeme angeblich bevorzugen, sind bisher von den großen Anbietern nicht als verlässliches Signal bestätigt. Investiert in so etwas nicht, bevor es belastbare Belege gibt.
Die Klicks fehlen. Selbst wenn ihr genannt werdet, klickt nicht jeder weiter. Sichtbarkeit in einer KI-Antwort ist wertvoll, aber sie ersetzt keine Kanäle, die nachweisbar Anfragen bringen.
Was wirklich zählt
Wenn ihr GEO pragmatisch angeht, sind es vor allem diese Punkte:
• Klare Fakten auf eurer Website: Was bietet ihr an, für wen, wo, zu welchem Preis? KI-Systeme können nur wiedergeben, was eindeutig dasteht.
• Einheitliche Daten im Netz: Name, Adresse, Leistungen und Öffnungszeiten sollten überall gleich sein. Für lokale Unternehmen ist das Google-Unternehmensprofil dabei zentral.
• Echte Bewertungen und Erwähnungen: Was andere über euch schreiben, hat oft mehr Gewicht als das, was ihr über euch selbst schreibt.
• Fragen eurer Kunden beantworten: Gute FAQ und Ratgeberseiten helfen Menschen, Suchmaschinen und KI-Assistenten gleichermaßen.
Unsere Empfehlung
Kauft kein isoliertes GEO-Paket. Macht die Grundlagen sauber, die auch für Google und eure Kunden wichtig sind. Prüft dann ein paar Mal im Quartal mit festen Fragen, ob und wie KI-Assistenten euch nennen. Haltet die Erwartungen realistisch.
GEO ist kein eigener Kanal, der Google Ads oder Social Media ersetzt. Es ist eine weitere gute Begründung, eure Hausaufgaben im Online-Marketing ordentlich zu machen.
Fazit
GEO ist weder Hype noch Revolution, sondern eine Erweiterung von gutem SEO. Wer seine Inhalte, Daten und Bewertungen im Griff hat, ist auch für KI-Suchen gut aufgestellt. Wer euch Wunder verspricht, sollte zeigen können, wie er sie misst.
Ihr wollt wissen, wo ihr steht? Wir schauen uns eure Sichtbarkeit bei Google und in KI-Suchen gemeinsam an.
